Albert Leichtfried

Vorträge

Albert Leichtfried ist ein Mensch, der seinen Tag gerne draußen verbringt. Seit seiner Kindheit ist sein Alltag eng mit dem Element Wasser in all seinen Erscheinungsformen verbunden. Ob als aktiver Skirennläufer, fanatischer Windsurfer, ausgebildeter Glazio-Meteorologe oder bei seiner Tätigkeit als Berg- und Skiführer, sowie bei seiner Leidenschaft Eisklettern – Wasser, Schnee und Eis bestimmen seinen Lebensweg.

Albert lebt mit seiner Frau Vroni und Hund Mira im Ötztal in Tirol. Er versucht in Kombination seiner Leidenschaften das optimale Gleichgewicht zu finden. Diese Leidenschaft leitet ihn immer wieder zur Suche nach Neuem und Unberührtem. Unter anderem brachte es ihn auf dieser Suche durch große Teile Europas sowie nach Kanada, Chile, Madagaskar und Japan. Auf seinen Reisen wurde er immer wieder fündig. Ihm gelangen zahlreiche schwierige Erstbegehungen in Fels und Eis.

Highlights

Dass Albert als einer der besten Eiskletterer seiner Generation bezeichnet wird, verdankt er vor allem folgenden Leistungen:

2004: Entdeckung des Mixed-Klettergebietes „Dryland“ oberhalb der Dächer Innsbrucks
Albert gelingen einige der schwierigsten Mixedrouten Österreichs, u.a. „Tension“ M12

2005: Erstbegehung der ersten Route Europas im Grad M13, „Game over“ M13- im Dryland
Bronze bei der Eiskletterweltmeisterschaft in Saas Fee im Difficulty

2006: Erstbegehung von „Illuminati“ M11/WI6+ mit Dougal Tavener, Langental – Dolomiten
Diese Route wird bis dato als die schwierigste Mehrseillängen-Mixedroute der Welt gehandelt
Zusammen mit Harry Berger gelingt die Erstbegehung von „Senda real“ WI7+ in der Südwand des Cerro Marmolejo, 6085m in Chile
Sieg beim internationalen Eisfestival in Kandersteg – Schweiz

2007: Eiskletterexpedition mit Markus Bendler nach Island. Unter anderem gelingen die Erstbegehungen von „Captain Hook“ M9+ und „Marry me?“ WI6+

2008: Eiskletterexpedition mit Markus Bendler nach Japan. Unter anderem gelingt die Erstbegehung von „Lector“ WI7 in Chiyosubetu, Hokkaido – Japan

2009: Erstbegehung von Encore M12/13 – Dryland bei Innsbruck

2010: Eiskletterexpedition mit Benedikt Purner nach Norwegen. Im arktischen Lyngenfjord auf knapp 70° N gelingen die Erstbegehungen von Storfossen WI7- und Roadside WI7

  • Albert Leichtfried beim Eisklettern in Norwegen mit Benedikt Purner
  • Albert Leichtfried beim Eisklettern in Norwegen mit Benedikt Purner
  • Albert Leichtfried in Sizilien
  • Sizilien_Veronika_Albert_Leichtfried_Sinterlandschaft

Vortrag – Albert Leichtfried

Von der Herausforderung Grenzen zu verschieben

Fels in Sizilien – Eis in den norwegischen Lyngenalpen

Eine Grenze ist der Rand einer bestimmten Sache und damit eine Trennlinie. Im Alpinismus werden solche Trennlinien zwischen Machbarem und Unmöglichem ständig verschoben. Albert Leichtfried begibt sich immer wieder auf die Suche nach neuen Möglichkeiten um seine eigenen Grenzen zu suchen und zu verschieben. Im Laufe der letzen Jahre hat er im Eisklettersport die Grenze des Machbaren des Öfteren noch oben verschoben. Doch er ist nicht nur fasziniert von der Herausforderung mit dem Spiel an der Trennlinie des oberen Endes der Schwierigkeitsskala beim Eisklettern, auch das Verschieben seiner geografischen Grenzen zwischen Bekanntem und Unbekanntem reizen ihn immer wieder aufs Neue. In seinem neuesten Vortrag zeigt er atemberaubende Bilder von seinen letzten Reisen und Abenteuern, welche ihn in bisher unbekannte Gebiete und Schwierigkeiten gebracht haben. Er versucht den Beweggründen auf die Spur zu gehen und zu zeigen, warum das Leben im Grenzbereich ein ganz besonderes Erlebnis darstellt.
Unter anderem berichtet er von der Neulandsuche auf der größten Mittelmeerinsel. Zusammen mit seiner Frau Veronika und einigen Freunden erkundete Albert das unglaubliche Felspotential im Nordwesten Siziliens und wurde mehr als fündig. An den bizarr geformten, wie gemalt anmutenden Sinterstrukturen der Felsen rund um San Vito lo Capo fand er ein wahres Kletterparadies vor. Inmitten wunderschöner Natur, umgeben von einer einzigartigen Stimmung und unterstützt durch die überaus gastfreundlichen Sizilianer verbrachte das Kletterteam eine unvergessliche Zeit im sonnigen Süden.
Eisiges Ambiente fand Albert an der Nordspitze Norwegens. Ein weiterer Höhepunkt des Vortrags ist die Geschichte über einen ganz besonderen Eisklettertrip in den hohen Norden. Zusammen mit Benedikt Purner verbrachte er in den Lyngen-Alpen seine bisher intensivste, beeindruckendste und erfolgreichste Zeit beim Eisklettern. Auf 70° Nord gelegen, weit nördlich des Polarkreises gelingt den beiden Eisspezialsten eine schwierige Erstbegehung nach der anderen. Die Reise begleiteten Fotograf Klaus Kranebitter und Filmemacher Hannes Mair. Den beiden gelang es in hervorragender Weise die unglaubliche Stimmung am Lyngenfjord auf Bild und Ton zu bringen. Albert zeigt Bilder und Filmsequenzen aus dieser besonderen Reise.

Von der Herausforderung Grenzen zu verschieben [Trailer]

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